[Interview] - Juvaliant

Die Kreativität der österreichischen Band JUVALIANT zeigt sich schon am ungewöhnlichen Bandnamen. JUVALIANT ist ein Kunstwort, von der Band frei erfunden und dennoch steckt hinter diesem Begriff mehr als nur der lose Verbund von Buchstaben. JUVALIANT ist die Kombination zweier Wörter: Zum einen aus dem lateinischen "Juvavum" (Salzburg) und zum anderen aus dem englischen Wort "valiant" (heroisch). Und so klingt auch das Debütalbum "Inhuman Nature" der Österreicher: tiefgründig, progressiv, heavy, eingängig und über weite Strecken hin auch bombastisch. Stilistisch agiert die Band klar in der Königsklasse des Metiers, im Progressive- und Symphonic Metal. Sich hier etablieren zu können verdient Respekt und große Anerkennung. Dies haben JUVALIANT mehr als verdient, denn ihr Debütalbum glänzt durch großartige Kompositionen die den verwöhnten Fan auf Anhieb umhauen werden.
Wir holten uns Sänger Thomas aus der Schublade, um einige Fragen zu beantworten.
Das Interview wurde geführt von Steelbound
Hi Thomas! Also, der Name JUVALIANT dürfte den meisten Metallern wohl weniger geläufig sein. Erzähle doch erstmal was über die Band!
Thomas: In der heutigen Besetzung existiert die Band seit dem Jahr 2006. Damals haben wir uns aber noch „Fallen Angel“ genannt. Aufgrund der Tatsache, dass es in der Szene aber bereits die ein oder andere Band mit diesem Namen gibt und wir etwaige Verwechslungen oder zwangsweise Umbenennungen vermeiden wollten, haben wir uns Anfang 2008 in Juvaliant umbenannt. Wir sind zu fünft – Robert, Sebastian und ich sind aus dem österreichischen Salzburg, unser Keyboarder Saso kommt aus Ljubljana und unser Bassist Aleks ist Kroate. Bisher war diese geografische Streuung aber kein Problem.
Ihr seid vor kurzem bei Limb Music untergekommen, die euer Album „Inhuman Nature“ veröffentlichen. Ich habe aber auch 2009 schon Reviews zu dem Album gelesen, wie kam das? Und wie seid ihr dann auf Limb Music Producutions gekommen?
Thomas: Zu den Reviews: Wir haben Ende des vorigen Jahres im Rahmen unserer Suche nach einem passenden Label unsere bereits fertig produzierte CD an mehrere Print- und Online-Magazine geschickt, um vielleicht durch gute Kritiken einfacher zu einem Label zu kommen. Zu Limb sind wir aber auf dem ganz herkömmlichen Weg gekommen. Wir haben denen ein Promo-Package geschickt und kurz darauf haben die sich gemeldet, dass Sie Interesse hätten, mit uns zusammenzuarbeiten.
Du bist ja in der Power/Melodic Metal-Szene ja kein Unbekannter mehr, warst du Gründungsmitglied bei JUVALIANT?
Thomas: Das kommt darauf an, welches Datum man als „Gründungsdatum“ heranzieht. Ich bin jedenfalls seit 2006 in der Band, d.h. ich bin dabei, seit die Band in der heutigen Besetzung und unter der heutigen musikalischen Ausrichtung existiert. Robert und Sebastian haben aber mit drei anderen Mitgliedern schon davor unter dem Namen „Fallen Angel“ Musik gemacht.
„Inhuman Nature“ ist euer erstes Album, konntet ihr bereits irgendwelche Erfolge (auch persönliche) mit dem Teil erzielen?
Thomas: Es ist für uns natürlich schon mal ein Erfolg, dass das Album am 4. Juni veröffentlicht wird. Wir haben lange und hart daran gearbeitet und viel Kohle hineingesteckt, sodass es natürlich für uns erstmal das Wichtigste ist, dass man das Ding demnächst kaufen kann. Da das Album aber noch nicht veröffentlicht wurde, gibt es noch nicht wirklich viele Erfolge zu nennen. Wir waren aber im Heavy-Magazin „Senkrechtstarter des Monats“, das hat uns natürlich gefreut. Und das Review bei euch stimmt uns natürlich auch optimistisch für die Zukunft;-)
Gibt es ein lyrisches Konzept bei euren Stücken?
Thomas: Es gibt kein Konzept in dem Sinn, dass wir vom ersten bis zum letzten Song eine Geschichte erzählen. Es zieht sich aber durchaus ein roter Faden durch die Lyrics des ganzen Albums. Wir thematisieren einerseits die unmenschlichen Seiten der menschlichen Existenz wie Kriege, Terror oder Diskriminierung, andererseits die unmenschlichen Seiten der Natur. Deshalb haben wir auch den zweideutigen Albumtitel „Inhuman Nature“ gewählt, der beides umfasst.
Auch das Cover-Artwork ist richtig gut. Hat es auch irgendeine bestimmte Bedeutung?
Thomas: Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Artwork von Felipe Machado Franco. Wir wollten am Cover ebenfalls beide Seiten des lyrischen Konzeptes integriert wissen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man darauf die unmenschlichen Seiten der Natur als auch die des Menschen selbst. Es war uns wichtig, dass Texte und Cover nicht vollkommen unabhängig voneinander sind, sondern sich gegenseitig ergänzen.
Ihr spielt „Symphonic Progressive Power Metal“, was sind denn so eure Vorbilder?
Thomas: Das ist immer eine schwierige Frage. Wir haben natürlich nicht alle dieselben Favourites, aber traditioneller Metal und Hard Rock sagt uns natürlich allen zu. Besonders Sebastian ist auch ein Fan von bombastischen Soundtracks, was man an seiner Art zu komponieren ja auch hört. Robert und Sebastian kommen aber auch aus der etwas progressiveren Ecke als ich. Und unser Keyboarder und Bassist kommen ursprünglich aus ganz anderen Richtungen – das fließt natürlich in das Bandgefüge mitein und ergibt schließlich den Mix, der auf „Inhuman Nature“ zu hören ist.
„Inhuman Nature“ steht ja nun schon seit längerem an, habt ihr in der Zeit, in der ihr noch kein Label hattet, schon an weiteren Songs geschrieben?
Thomas: Ja, natürlich haben wir nebenbei weiterkomponiert. Sebastian und Robert sind da sehr fleißig, mit den Texten hinke ich da noch etwas hinterher. Aber wir feilen jedenfalls schon an neuen Songs.
Ich habe noch das Album aus 2009, auf dem 9 Songs sind. Wird es im Gegensatz dazu irgendwelche Extras beim Release über Limb geben?
Thomas: Es gibt eigentlich nicht wirklich ein Album aus 2009. Wie bereits erwähnt, haben wir einfach im letzten Jahr das fertige Album an verschiedene Labels und Magazine verschickt und da wirst du wahrscheinlich auf eines davon gestoßen sein. Wobei ich mir nicht wirklich erklären kann wie, aber das ist ja in der heutigen Zeit sowieso völlig unübersichtlich geworden [Um keinen falschen Eindruck zu kriegen: Ich hab die Promo vom Sigi von Stormbringer.at bekommen, wo ich ja auch schreibe. - Anm. von Steelbound]. Es wird jedenfalls auf dem Album keine Extras geben, weil es ja eine Erstveröffentlichung ist und deine 2009er-Version sozusagen nur ein Promo.
Gibt es schon Pläne für eine Tour, oder läuft das alles eher spontan? Gigs in Deutschland, NRW vielleicht...hehe? An passenden Label-Partnern gibt es ja einige Bands bei Limb.
Thomas: Nein, in diese Richtung ist noch gar nichts geplant. Wir lassen jetzt mal die Veröffentlichung auf uns zukommen und hoffen auf positive Reaktionen. Nebenbei suchen wir natürlich nach passenden Auftrittsmöglichkeiten. In Salzburg werden wir wohl einen Release-Gig spielen, wobei da auch noch kein Termin fixiert ist. Aber ich hoffe, dass wir euch bald mal besuchen kommen!
Das war's dann auch schon, ich bedanke mich recht artig. Die letzten Worte gehören dir!
Thomas: Ok, das muss dann natürlich was ganz Schlaues sein... Nein, sagen wir’s einfach so: Hört euch das neue Juvaliant-Album „Inhuman Nature“ an und schlagt zu! Wer auf Melodie, Power und Symphonik steht, wird garantiert nicht enttäuscht!
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